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Schützt unsere Kleinen vor diesen Monstern!!! Härtere Strafen für Kinderschänder!!!





Was Mütter und Väter tun können, wenn ihr Kind sexuell mißbraucht wurde

 

"Was mach' ich bloß, wenn was passiert ist?" 

Die Vorstellung, die eigene Tochter oder der Sohn könnte sexuell mißbraucht werden, ist schrecklich. Man möchte am liebsten garnicht daran denken. Viele Eltern werden bei diesem Gedanken auch wütend,  sagen "den Kerl würde ich umbringen" oder "sofort zur Polizei". Das ist  verständlich. 

In der ersten Verwirrung werden aber oft Schritte unternommen, die für die betroffenen Mädchen und Jungen nicht unbedingt hilfreich sind und die Eltern vielleicht später bereuen. 

Deshalb einige Hinweise, die Ihnen als Mutter oder Vater helfen können, wenn Ihr Kind sexuell mißbraucht wurde: 

Glauben Sie dem Mädchen oder Jungen, daß der sexuelle Mißbrauch wirklich geschehen ist. Dies ist für das Kind die wichtigste Unterstützung. 

Geben Sie dem Kind ausdrücklich und wiederholt die Erlaubnis, über das Erlebte zu sprechen

Versuchen Sie, ruhig zu bleiben, auch wenn dies sehr schwer fällt Viele Mädchen und Jungen leiden darunter, daß sie ihren Eltern Kummer bereiten und erzählen nicht weiter oder nehmen ihre Aussage zurück, wenn sie spüren, daß ihre Erzählungen Angst, Panik oder Bestürzung auslösen. Für Sie ist diese Situation eine große Belastung. Sprechen Sie mit Menschen, bei denen Sie Ihre Wut und Ihren Schmerz äußern können. Das hilft Ihnen selbst und Sie können ruhiger mit Ihrem Kind  sprechen. 

Viele betroffene Mädchen und Jungen empfinden Schuldgefühle, wenn sie mißbraucht wurden. Nehmen Sie auch diese Gefühle ernst, aber sagen Sie dem Kind ausdrücklich, daß allein der Täter die Verantwortung für das Geschehen trägt

Wenn der sexuelle Mißbrauch schon länger gedauert hat, machen Sie dem Kind keine Vorwürfe, weil es bisher geschwiegen hat. Sagen Sie, daß Sie froh sind, jetzt davon zu hören. 

Vielleicht haben Sie den Wunsch zu trösten, indem Sie sagen: "Ach, war doch alles nicht so schlimm, ist ja vorbei." 

Tun Sie dies nicht.

Den Mädchen und Jungen hilft es nicht, wenn wir das Geschehene herunterspielen oder - das Gegenteil - es aufbauschen, es hilft ihnen, wenn ihr Empfinden ernstgenommen wird. 

Nehmen Sie sich viel Zeit und hören Sie genau zu.

Ermutigen Sie das Mädchen oder den Jungen, über das zu reden, was vorgefallen ist, aber bohren Sie nicht nach. Überlassen Sie es dem Kind,was es wann erzählen will. 

Sagen Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn, daß es Unrecht war, was der Täter getan hat aber drängen Sie ihr/ihm nicht Ihre eigenen Gefühle auf. 

Erkundigen Sie sich nach den Drohungen des Täters und versuchen Sie, diese zu entkräften, um dem Kind Angst zu nehmen. 

Sorgen Sie dafür, daß das Mädchen oder der Junge nicht weiter mißbraucht wird. 

Informieren Sie sie/ihn über das weitere Vorgehen. 

Und:
Trösten Sie Ihr Kind und zeigen Sie, daß Sie es genauso lieb haben wie immer. 

Vielleicht sind Sie gerade als Vater unsicher, wie Sie mit Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn umgehen sollen, wenn sie/er sexuell mißbraucht wurde. Hat sie/er jetzt Angst vor Männern? Mag sie/er jetzt noch meine Zärtlichkeiten? Wie verhalte ich mich richtig, wie helfe ich meinem Kind am besten? 

Ziehen Sie sich nicht von Ihrem Kind zurück es könnte sonst glauben, daß Sie es nun nicht mehr mögen, aber achten Sie genau darauf, wie es reagiert und richten Sie sich ganz nach den  Bedürfnissen des Kindes. 

Es kann vorkommen, daß Mädchen oder Jungen versuchen, den Vater so zu berühren, wie sie es beim sexuellen Mißbrauch erfahren haben. Ziehen  Sie hier klare Grenzen, ohne böse zu werden. Sagen Sie, daß Sie sie/ihn sehr lieb haben und gerne schmusen oder kuscheln, aber daß Sie so nicht berührt werden wollen. Wenn ein Kind solche sexualisierten Verhaltensweisen zeigt, ist das eine Folge des sexuellen Mißbrauches. Darauf einzugehen, hieße, das Kind nochmals zu mißbrauchen. 

Und wie geht es weiter? 

Falls Sie eine Anzeige in Erwägung ziehen, können Sie das auch noch nach Tagen oder Wochen tun. Sie haben Zeit, alles reiflich zu überlegen und sich danach zu richten, wie es Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn geht. 

Übereilen Sie nichts. 

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Beratungsstellen. Bei den jeweiligen Gleichstellungsstellen, Frauenbeauftragten und Jugendämtern der Stadt- oder Kreisverwaltung erfahren Sie, wo es in Ihrer Umgebung eine solche Beratungsstelle gibt. In einer Beratungsstelle finden Sie Hilfe und Verständnis in Ihrer Situation. Mit den Fachleuten können Sie abklären, welche Hilfe am geeignetsten ist für Ihre Tochter oder Ihren Sohn: Suchen Sie sich zuerst Rat und Unterstützung bei einer Beratungsstelle. 

Ist eine Untersuchung bei einer Ärztin oder einem Arzt notwendig? 
Eine ärztliche Untersuchung kann belastend für das Kind sein. Oft ist sie überflüssig, weil der sexuelle Mißbrauch keine körperlichen Spuren hinterlassen hat. Für manche Kinder hingegen ist es wichtig zu erfahren, daß sie gesund geblieben sind. 

Ist eine Anzeige bei der Polizei sinnvoll?
Auch eine polizeiliche Vernehmung und die eventuelle nochfolgende Gerichtsverhandlung können für das betroffene Mädchen oder den Jungen belastend werden. Es muß deshalb im Einzelfall zusammen mit der Beraterin oder dem Berater geprüft werden, ob eine Anzeige Sinn macht, wie das Kind dies verkraften wird und welche anderen Möglichkeiten des Schutzes noch gegeben sind. 

Wenn Sie sich für eine Anzeige entscheiden, 
wird Ihnen die Beratungsstelle Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie die Belastungen für das Kind und sich selbst in Grenzen halten können, z.B. durch die Einschaltung einer Rechtsanwältin oder eines Rechtsanwaltes mit Erfahrung in diesem Bereich. 

Braucht Ihre Tochter oder Ihr Sohn therapeutische Hilfe? 
Es hilft Ihnen sicher, von einer Fachfrau oder einem Fachmann zu hören, wie diese die Situation Ihres Kindes einschätzen. Wenn es nötig ist, werden Sie hier auch therapeutische Hilfe erhalten und an entsprechende TherapeutInnen weitervermittelt werden. 

Und denken Sie auch an sich: Es ist sehr schmerzhaft für eine Mutter oder einen Vater zu wissen, daß eine nahestehende Person, vielleicht sogar der eigene Vater, Bruder oder Freund ihr Kind sexuell mißbraucht hat. Versuchen Sie nicht, ganz allein damit fertig zu werden, lassen Sie sich helfen. 

 

Liebe Mütter, eine besonders belastende und schockierende Situation ist es, wenn eine Mutter erfährt, daß der eigene Partner, mit dem sie zusammenlebt, die Tochter oder den Sohn mißbraucht hat. 

Meist erfährt die Frau davon durch eine außenstehende Person, denn der Täter hat das Kind, gerade gegenüber der Mutter, zum Schweigen gezwungen. Diese Nachricht ist ein furchtbarer Schlag. Oft ist die Mutter wie gelähmt, sie kann nichts denken und nichts tun. 

Alles in ihr sagt: 

"Das kann einfach nicht wahr sein. Ich glaub' es nicht!" 

In dieser Situation liegt es für viele Mütter nahe, der Person, die sie informiert hat, nicht zu glauben. Selbst wenn das Mädchen oder der Junge alles bestätigt, kann sie es oft nicht fassen. 

Viele Mütter aber glauben ihren Kindern und machen sich dann schreckliche Vorwürfe, obwohl sie von dem sexuellen Mißbrauch nichts wußten. Sie wollen sich von ihrem Partner trennen, weil ihnen klar ist, daß nur eine räumliche Trennung die Sicherheit des Kindes gewährleistet, denn der Täter mißbraucht in der Regel immer weiter, auch wenn er hoch und heilig das Gegenteil verspricht. 

Oft leugnet er auch die Tat ab, sagt, das Kind habe alles erfunden oder gibt dem Mädchen oder Jungen die Schuld. 

Meistens wird er nicht freiwillig die Wohnung verlassen und einer räumlichen Trennung zustimmen. Verständlicherweise scheut sich die Mutter oft, eine Strafanzeige zu erstatten, da sie nicht in dieser Weise gegen den eigenen Partner vorgehen will. Auch die Mädchen und Jungen wollen zwar, daß der sexuelle Mißbrauch aufhört, aber wollen meist nicht, daß der Vater ins Gefängnis kommt, weil sie sich dann schuldig fühlen.

Damit hat er ja häufig gedroht. 

Aber auch außerhalb einer Strafanzeige haben Mütter verschiedene Möglichkeiten, ihre Töchter und Söhne zu beschützen: 

Zuerst einmal sollte jede Mutter eine Beratungsstelle aufsuchen die sie in ihren Gefühlen ernst nimmt und Unterstützung in dieser Situation bietet. Sie braucht jetzt Trost und Rückenstärkung für sich selbst - und  Hilfestellung für das weitere Vorgehen: 

So kann sie einen Antrag beim Familiengericht stellen, daß der Partner die gemeinsame Wohnung verlassen muß. Ebenso kann sie das alleinige Sorgerecht und/oder Aufenthaltsbestimmungsrecht für ihre Tochter oder ihren Sohn erwirken. 

Zusätzlich ist es möglich, daß das Familiengericht auf Antrag der Mutter ein Umgangs- und Kontaktverbot ausspricht. Damit ist dem Vater untersagt, mit dem Kind auch außerhalb der Wohnung, auf der Straße oder in der Schule, Kontakt aufzunehmen. Es sollte geprüft werden, ob dieses Umgangsverbot auch die Geschwister mit einbeziehen muß, weil viele Täter, nachdem der sexuelle Mißbrauch an einem Kinder unterbunden wurde, nun versuchen, die Geschwister zu mißbrauchen. 

Bei diesen Schritten kann sich die Mutter auch von einer erfahrenen Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter des Jugendamtes beraten und unterstützen lassen. Auf jeden Fall ist es ratsam, eine mit diesem Thema vertraute Anwältin (Anwalt) hinzuzuziehen, um auf eventuell auftretende Schwierigkeiten bei Gericht vorbereitet zu sein. 

Falls die Mutter nicht über genügend Geldmittel verfügt, kann  Prozeßkostenhilfe beantragt werden. Überdies finanzieren Opferhilfeorganisationen wie der Weiße Ring in bestimmten Fällen eine anwaltliche Vertetung. Diese Maßnahmen sollten schnell erfolgen, um die Sicherheit des Mädchens oder Jungen zu gewährleisten. 

Danach kann sich die Mutter mit ihrer Beraterin Zeit nehmen, um zu klären, was weiter geschehen soll. Vor allem braucht sie Zeit, mit ihren Verletzungen fertig zu werden und sich in ihr neues vielleicht auch schwieriges Leben einzugewöhnen. Vielen Müttern tut es gut, eine Selbsthilfegruppe für betroffene Mütter zu besuchen, um sich mit anderen Frauen in der gleichen Lage auszutauschen. 




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