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Eingrenzung des Begriffes

Eingeführt wurde der Begriff (als „Paedophilia erotica“ 1896 durch den Wiener Psychiater Richard von Krafft-Ebing in dessen Schrift Psychopathia sexualis. Im Wesentlichen ist es bei seiner Definition geblieben. Für Pädophilie werden folgende Merkmale aufgeführt:

  • Das sexuelle Interesse gilt Kindern, die sich vor oder am Beginn der Pubertät befinden
  • Das sexuelle Interesse ist dabei primär, das heißt ausschließlich bzw. überwiegend und ursprünglich auf Kinder ausgerichtet
  • Das sexuelle Interesse ist zeitlich überdauernd

Manche Definitionen setzen zusätzlich einen Altersunterschied von mindestens fünf Jahren voraus, um so sexuelles Interesse von Kindern und Jugendlichen an Kindern nicht zu pathologisieren. Dem entgegen steht jedoch die Beobachtung, dass sich eine pädophile Orientierung bereits in der Adoleszenz – oder in der Kindheit – heranbildet.

Pädophilie liegt dann nicht vor, wenn zwar eine sexuelle Erregbarkeit durch Kinder besteht, diese aber nicht primär ist. Viele erwachsene Männer sind auch durch Kinder sexuell stimulierbar (Hall et. al 1995, Freund und Watson 1991 und Quinsey et al. 1975), im Unterschied zu Pädophilen jedoch interessieren sie sich sexuell in erster Linie für Erwachsene. Ebenso sind Pädophile teils auch durch Erwachsene stimulierbar, interessieren sich aber in erster Linie für Kinder.

Im Gegensatz dazu wird die Bezeichnung Pädophilie oft nicht im streng wissenschaftlichen Sinne verwendet, wenn grundsätzlich alle Täter, die Kinder sexuell missbrauchen als Pädophile bezeichnet werden. Vor allem sexueller Missbrauch innerhalb der Familie wird oft falsch eingeordnet. Im Fall der nicht primär durch Kinder stimulierbaren Erwachsenen spricht man bisweilen auch von Pseudopädophilie. Originäre Pädophile werden zur besseren Abgrenzung auch als strukturiert pädophil bezeichnet, da ihre sexuelle Orientierung fest in der Persönlichkeitsstruktur verankert ist.

Das sexuelle Interesse an geschlechtsreifen Jugendlichen ist aus sexualmedizinischer Sicht von Pädophilie abzugrenzen. Handelt es sich um die Zuneigung zu männlichen Jugendlichen, spricht man von Ephebophilie. Das sexuelle Interesse an weiblichen Jugendlichen wird demgegenüber als Parthenophilie bezeichnet. Beide Begriffe wurden erstmals 1906 von Magnus Hirschfeld eingeführt. [1]

Mit dem Begriff Päderastie werden sexuelle Beziehungen zwischen erwachsenen Männern und geschlechtsreifen männlichen Jugendlichen bezeichnet, wie sie kulturbedingt z. B. im antiken Griechenland toleriert wurden. Dieser Begriff gilt heute als veraltet und taucht in der neueren sexualmedizinischen Klassifikationen nicht mehr auf.[2]

Diagnostische Systeme ICD-10 und DSM-IV

Im ICD-10 wird Pädophilie unter dem Code F65.4 (Störung der Sexualpräferenz) geführt; im DSM-IV unter 302.2 (Paraphilie).

Nach dem DSM-IV setzt die Diagnose Pädophilie ein Mindestalter von 16 Jahren voraus. Ebenso muss der Betroffene mindestens 5 Jahre älter sein als das Kind. Im ICD-10 wird unter Pädophilie Sexuelle Präferenz für Kinder, Jungen oder Mädchen oder Kinder beiderlei Geschlechts, die sich meist in der Vorpubertät oder in einem frühen Stadium der Pubertät befinden verstanden.

Unter die Paraphilien fallen nach Kriterium A des DSM-IV während einer Periode von mindestens sechs Monaten wiederkehrende, intensive sexuell erregende Phantasien, Drangzustände oder Verhalten, die sexuelle Aktivitäten mit einem oder mehreren vorpubertären Kindern (im allgemeinen 13 Jahre oder jünger) beinhalten. Diese Phantasien, Drangzustände oder Verhaltensweisen verursachen klinisch eindeutige Beschwerden oder eine Verschlechterung der sozialen, beschäftigungsmäßigen oder sonstigen Anpassung. Die betroffene Person ist zumindest 16 Jahre alt und mindestens fünf Jahre älter als das entsprechende Kind (bzw. Kinder). Nicht einzuschließen ist ein "Spätadoleszenter" (-adoleszente), der oder die in eine Liebesbeziehung mit einer (einem) 12-oder 13-Jährigem (-Jährige) involviert ist. Zu unterscheiden sind gleichgeschlechtliche Pädophilie, gegengeschlechtliche und bisexuelle Pädophilie, sowie ausschließliche oder nicht-ausschließliche Pädophilie, sowie inzestuöse bzw. nicht-inzestuöse (DSM-IV. APA 1994, S. 258).

Im ICD 10 ist die Diagnose Pädophilie (unter den Code: F 65.4), d. h. unter dem Kapitel (F 60 - F69) Persönlichkeits und Verhaltensstörungen, als Störungen der Sexualpräferenz verortet. Die dort eingestellten Diagnosen gelten als "meist anhaltende, den "Ausdruck des charakteristischen, individuellen Lebensstils, des Verhältnisses zur eigenen Person und zu anderen Menschen" ausdrückende Persönlichkeit und Verhalten. "Diese Störungen verkörpern gegenüber der Mehrheit der betreffenden Bevölkerung deutliche Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in den Beziehungen zu anderen. Solche Verhaltensmuster sind meistens stabil und beziehen sich auf vielfältige Bereiche des Verhaltens und der psychologischen Funktionen. Häufig gehen sie mit einem unterschiedlichen Ausmaß persönlichen Leidens und gestörter sozialer Funktionsfähigkeit einher." (ICD 10, 2002)

Pädophile gelten in der Klinischen Psychologie als Erwachsene, die durch körperlichen und oft auch sexuellen Kontakt mit präpubertären Kindern, mit denen sie nicht verwandt sind, sexuelle Befriedigung erlangen. Wie bei den anderen Paraphilien geht hier die sexuelle Attraktivität von ungewöhnlichen Objekten aus. Bei den Paraphilien ist es insgesamt schwer, das Kriterium Leid in der Symptomatik dieser Psychischen Störung zu erkennen, da die Betroffenen häufig weder leiden noch beeinträchtigt sind. Dennoch kann jemand, der weder leidet noch beeinträchtigt ist, als pädophil diagnostiziert werden. Forscher gehen hier von einer verhaltensorientierten Definition der Paraphilien aus (Davison u. Neale 2002).

Die Pädophilie muss von Inzest unterschieden werden, der die sexuelle Beziehung von Verwandten meint, denen die Heirat untereinander verboten ist (ebd.).

Zur Prävalenz der Paraphilien liegen keine genauen Statistiken vor.

Komorbidität

Oft tritt die Störung komorbid mit affektiven Störungen, Angststörungen, Substanzmittelmissbrauch oder anderen Paraphilien auf. Pädophile können hetero- oder homosexuell sein.

Phänomenologie

Über die Zahl pädophiler Menschen gibt es keine zuverlässigen Angaben. Vorsichtige Schätzungen gehen von 50.000 bis 200.000 pädophilen Menschen in Deutschland aus.

Über 80 Prozent der Pädophilen sollen auf Jungen fixiert sein, wobei andere Quellen davon ausgehen, dass als Opfer sexueller Übergriffe eher Mädchen betroffen sind. Unklar ist, ob auf Mädchen orientierte Pädophile lediglich in geringerer Zahl öffentlich in Erscheinung treten und so eine Gleichverteilung der Geschlechtspräferenz unter Berücksichtigung dieses Dunkelfeldes vorliegt.

Nach Studien von Coxell et al. (1999) haben 13 % der Knaben sexuelle Kontakte zu pädophil oder ephepophil ausgerichteten Männern gehabt. 5,3 % der befragten Männer berichteten, dass sie als Kind unfreiwillige Sexualkontakte mit einem Mann gehabt hätten, der beträchtlich älter war als sie. 7,7 % sprachen von freiwilligen Kontakten zu den Männern. Noch höher liegen die Zahlen bei Kontakten zu Mädchen. Nach einer amerikanischen Studie, die über 1000 junge Frauen und Mädchen befragte, ergab sich, dass rund 30 Prozent der Mädchen im Internet, zum Beispiel in Kinderchats, von Männern, die sich oft als Teenager ausgeben, angesprochen wurden.

Siehe auch: Sexueller Missbrauch von Kindern

Alter des Kindes

In wissenschaftlichen Definitionen ist überwiegend die Pubertät im Sinne der Geschlechtsreife (Gonadarche) als obere Grenze für den Altersbereich für Kinder im Zusammenhang mit Pädophilie zu finden. Dabei setzt die Pubertät in Ländern westlichen Lebensstandards bei Mädchen heute im Mittel zwischen dem 10. und 11. und bei Jungen zwischen dem 11. und 12. Lebensjahr ein und dauert mehrere Jahre. Die Ausprägung der sekundären Geschlechtsmerkmale setzt bei Kindern zu individuell unterschiedlichen Zeitpunkten ein.

Das primäre Interesse der Pädophilen ist auf Kinder zwischen 4 und 14 Jahren ausgerichtet, wobei es zwei Gipfel in der Alterspräferenz gibt: der eine Gipfel liegt bei 5 bis 6 Jahren, der andere bei 11 bis 12 Jahren. Das sexuelle Begehren ist beim konkreten Pädophilen in der Regel auf einen Altersabschnitt in diesem Bereich – und nicht den gesamten Bereich – orientiert. Es erlischt oft spätestens bei der Ausprägung sekundärer Geschlechtsmerkmale beim Kind. Das Erlöschen des sexuellen Interesses geht nicht zwangsläufig mit einem Ende der Beziehung einher.

Das primäre sexuelle Interesse der Pädophilen

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht bei der Pädophilie die primäre sexuelle Ausrichtung auf Kinder. Diese ist nicht zwingend koitalGenitalbereich stattfinden müssen. Der Wunsch nach dem Vollzug des Koitus mit dem Kind scheint bei Pädophilen seltener anzutreffen zu sein. ausgeprägt; Pädophile können bereits durch Situationen erregt und befriedigt werden, in denen kein Körperkontakt zu einem Kind besteht. Das heißt, Erotik spielt im Sexualleben eines Pädophilen eine besonders große Rolle. Bei Situationen mit Körperkontakt kann bereits das Berühren des Kindes allein als erregend empfunden werden, ohne dass diese Berührungen im

Neben dem sexuellen Interesse ist bei Pädophilen ein Bedürfnis nach emotionaler Nähe zu Kindern festzustellen. Manche Pädophile empfinden ihr Leben als unvollständig und emotional destabilisierend, wenn ihr Wunsch nach emotionaler Nähe keine Erfüllung findet. Es wird daher vermutet, dass viele Pädophile entsprechende Berufe oder Freizeitaktivitäten ausüben, um Umgang mit Kindern zu haben. Häufig gelingt es ihnen, ihre sexuellen Neigungen in pädagogisches Engagement zu überführen. Es kann aber auch zu sexuellen Kontakten mit Kindern kommen, die meist Einzelfälle bleiben. Es wird ferner vermutet, dass manche der primär pädophil orientierten Männer alleinstehende Frauen mit vorpubertären Kindern heiraten um ihr Bedürfnis nach Nähe zu befriedigen.

Das Bedürfnis nach körperlicher und emotionaler Nähe ist individuell sehr verschieden ausgeprägt und gewichtet. Die Bedürfnislagen können sowohl einzeln als auch zusammen im Vorder- oder Hintergrund stehen. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde das sexuelle Interesse an Kindern von Pädophilen-Organisationen und Interessensgruppen häufig verneint und Pädophilie als nicht-sexuelle Kinderliebe dargestellt. Mittlerweile werden dort wohl auch die sexuellen Aspekte thematisiert.

Verhalten von Pädophilen

Sexuelle Handlungen

Gewalt ist seltener Teil der Belästigung. Manchmal werden die Kinder verängstigt, indem z. B. ein Haustier getötet und weitere Gewalt angedroht wird. Die Übergriffe können eine unterschiedliche Schwere haben. Hier reicht die Spannweite vom „Haarestreicheln“ über die Manipulation der Genitalien, oder der Ermunterung des Kindes dasselbe mit seinen Genitalien zu tun, bis hin zur eher selteneren Intromission. Die pädophilen Kontakte können Wochen, Monate oder Jahre andauern, wenn sie nicht von anderen Erwachsenen entdeckt werden (Davison u. Neale 2002).

Zahlreiche Studien sprechen von einer Nicht-Aggressivität und Zuneigung der Pädophilen zu Kindern. Dem entspricht auch die Beobachtung, dass sexuell aktive pädophile Erwachsene den Kindern in stärkerem Maße emotional zugewandt zu sein scheinen als andere Sexualstraftäter ihren Opfern. Ein Pädophiler wird meist versuchen, die Zuneigung der Kinder zu erlangen. Ob Pädophile gewalttätig werden, hängt von ihren allgemeinen Persönlichkeitsmerkmalen, wie z.B. Gewaltbereitschaft und Frustrationstoleranz, ab. Ähnlich wie bei Menschen mit primärer sexueller Ausrichtung auf Erwachsene gibt es auch einen vergleichbar geringen Anteil Pädophiler mit sadistischer Fixierung. Eine Minderheit der Pädophilen, welche auch als sexuelle Sadisten oder antisoziale Persönlichkeiten diagnostiziert werden, fügen den Objekten ihrer Begierde schwere körperliche Verletzungen zu (Davison u. Neale 2002). Solch ein Fall scheint der Serienmörder Jürgen Bartsch gewesen zu sein. Außerdem gibt es Fälle von Kindesentführung mit Todesfolge, die hierzu zu rechnen sind.

Kontakte Pädophiler zu Kindern

Nach der ersten Kontaktaufnahme halten Pädophile oft einen längeren direkten Kontakt zu den Mädchen und Jungen aufrecht. Sie verschleiern vor den Kindern meistens ihre über die reine Freundschaft hinausreichenden sexuellen Interessen. Es werden Geld- oder andere Geschenke verwendet, um das Kind zu binden. Vor allem Pädophile aus der näheren sozialen Umgebung umwerben die Kinder ähnlich wie es bei normalen Beziehungen zwischen Erwachsenen geschieht. Sie treten dem Kind als der "große Freund" gegenüber, als jemand, der es versteht und auf es eingeht. Es wurden Beispiele berichtet, in denen von ihnen Minderjährige wie Erwachsene behandelt werden, so dürfen sie zum Beispiel Dinge unternehmen, die ihnen im Elternhaus nicht erlaubt sind, wie etwa Rauchen oder Alkohol trinken. Manche Täter sollen versuchen, das kindliche Mitgefühl zum eigenen Vorteil zu nutzen; sie geben sich etwa einsam und ohne Familie, und sagen dem Kind, dass sie es schätzen, wenn es "lieb" zu ihnen ist. Einige Pädosexuelle holen die Kinder als Freund der Familie sogar bei ihren Eltern ab, ohne dass die Eltern Verdacht schöpfen sie seien pädophil. Manche nutzen bestimmte Wohnungen für ihre Aktivitäten, in denen sie sich mit Kindern treffen und z. B. Computer aufstellen, um sich beliebt zu machen. Lehnen die Kinder einen körperlichen Kontakt zu den Erwachsenen ab, gibt es Fälle, in denen ihnen mit Entzug dieser Privilegien gedroht wird. Oder es werden den Kindern ab einem bestimmten Zeitpunkt nur dann noch kostspielige Geschenke gemacht, wenn sie sich willig zeigen. Häufig spielen die Täter so erfolgreich ihre Rolle, dass den betroffenen Minderjährigen und den Eltern die Manipulation verborgen bleibt. Wenn es zu sexuellen Handlungen kommt, findet in der Regel eine Entwicklung von zunächst einfacheren (zum Beispiel Petting) hin zu intensiveren sexuellen Handlungen (zum Beispiel Masturbieren des Kindes) statt. Lautmann (1994) interviewte Pädophile aus dem Dunkelfeld, und kam zu dem Ergebnis, dass die eigene körperliche Stimulation Pädophilen oft weniger wichtig sei und häufig durch Selbstbefriedigung erreicht werde. Er spricht von Pädophilen als "sexuell zurückgenommenen Erwachsenen". In aller Regel beachteten sie den Willen des Kindes, einerseits im Interesse der eigenen Sicherheit, andererseits weil dies die Voraussetzung für ihren Lustgewinn sei. Von Kritikern wird Lautmann jedoch vorgeworfen, durch die alleinige und ungeprüfte Befragung Pädophiler ausschließlich deren Sicht darzustellen. Er gibt also lediglich wieder, wie sich Pädophile selber sehen. Die angebliche Beachtung des Willens der Kinder, die sich oft darin äußert, dass den Kindern von den Pädophilen größere Freiheiten als von den Eltern erlaubt werden, diene nur dem Ziel, eine Vertrauensbasis zu schaffen, um letztlich dem Kind körperlich näher zu kommen.

Pädosexuelle, die auf Minderjährige aus ihrer entfernteren Umgebung oder völlig fremde Kinder von der Straße übergreifen, suchen sich ihre Opfer oft an Orten, wo sich Kinder häufig aufhalten und unauffällig angesprochen werden können, einschließlich des Internets. Laut Professor Adolf Gallwitz halten sich Pädophile "dort auf, wo Kinder gern sind". Dies gelte besonders für Wohngebiete, in denen viele "Schlüsselkinder" leben, oder auch für Viertel mit einem hohen Singleanteil. Die Freie Universität Berlin arbeitet zusammen mit einer Kinderschutzorganisation an einer Studie, in der die Orte näher analysiert werden, an denen Kinder besonders gefährdet sind, mit dem Ziel, Präventionsmaßnahmen für diese Schwerpunkte zu erarbeiten. Nach den ersten Erkenntnissen seien z. B. Schwimmbäder als Orte der Kontaktaufnahme bei Pädosexuellen besonders beliebt, doch das Personal wisse häufig nicht, wie es mit Verdächtigen umgehen soll.

Strafrechtliche Einordnung

Pädophilie als bloße sexuelle Orientierung wird strafrechtlich nicht verfolgt. Das Ausleben der Orientierung durch sexuelle Kontakte mit Kindern steht dagegen in den meisten Ländern als sexueller Missbrauch von KindernKinderpornografie) strafbar. unter Strafe. Ebenso sind viele Ersatzhandlungen wie Herstellung, Besitz und die Beschaffung von Darstellungen, die Kinder in sexuellen Handlungen oder Positionen zeigen (

Vermutlich wegen der juristischen und sozialen Konsequenzen vermeidet ein nennenswerter Teil der Pädophilen sexuelle Kontakte zu Kindern.

Einmal einschlägig straffällig gewordene Pädophile unterliegen allerdings einer hohen Rückfallgefahr. Internationale Studien haben ergeben, dass die Rückfallquote bei ihnen mit etwa 40 bis 50 Prozent etwa doppelt so hoch ist wie die durchschnittliche Quote für Sexualstraftäter von 22 Prozent (Egg 2001). Die Rückfallwahrscheinlichkeit ist bei Pädophilen, die auf Jungen orientiert sind, deutlich höher als bei solchen, die auf Mädchen orientiert sind.

Zum Anteil pädophiler Täter am sexuellen Missbrauch von Kindern gibt es unterschiedliche Statistiken, die z. T. stark voneinander abweichen. Einige Untersuchungen (Kinsey-Report, Lautmann, Brongersma, Groth) gehen davon aus, dass nur 2 bis 10 % der an Kindern begangenen Sexualstraftaten den Pädophilen zuzuordnen sind. Andere Studien schätzen den Anteil pädophiler Täter mit 12 bis 20 % deutlich höher ein.[3] Trotzdem gilt es gesichert, dass der überwiegende Teil der gegen Kinder gerichteten Sexualstraftaten nicht von Pädophilen begangen wird, sondern von Tätern, die in ihrer Sexualität primär auf Erwachsene ausgerichtet sind.

Therapeutischer Aspekt

Pädophilie kann durch unterschiedliche Verfahren therapiert werden, sowohl durch tiefenpsychologische als auch durch verhaltenstherapeutische Interventionen. Die Wirksamkeit aller Verfahren ist umstritten (Davison u. Neale 2002). Es existieren auch Verfahren der Systemischen Therapie, welche bei der Pädophilie hilfreich sein können.

Es wird vermutet, dass die pädophile Orientierung tief in der Persönlichkeitsstruktur verankert ist und sich nicht ohne Weiteres und möglicherweise nicht ohne Schäden an der Persönlichkeit des Betroffenen ändern lässt. Wie jeder andere Mensch auch ist er aber dafür verantwortlich, dass niemand unter seiner Krankheit bzw. seiner sexuellen Orientierung leidet. Dementsprechend besteht das primäre Ziel einer Therapie meist darin, sexuelle Handlungen an Kindern zu verhindern und die mitunter auch von den Patienten als quälend empfundenen Impulse abzuwehren und zu verringern. Eine ursächliche Therapie, die das sexuelle Verlangen auf Erwachsene ‚umlenkt‘, ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kaum oder überhaupt nicht möglich. Weiterhin sind Therapien auch dann nötig, wenn der Patient mit den schwerwiegenden sozialen Folgen, die ein Bekanntwerden seiner Pädophilie meist zur Folge hat, konfrontiert wird.

Gruppentherapie und Selbsthilfegruppen verfolgen ähnliche Ziele. Patienten lernen ähnliche Verhaltensmuster und deren Konsequenzen bei anderen kennen und können lernen, wie andere Patienten mit ihren Impulsen umgehen. Dadurch können sie sowohl bei sich als auch bei anderen mögliche Muster der Selbsttäuschung und des Leugnens aufdecken. Die Hemmschwelle, an einer Selbsthilfegruppe teilzunehmen, ist im allgemeinen im Vergleich zu einer Therapie geringer. Viele können sich dort zum ersten Mal eingestehen, dass sie pädophil sind. Gruppentherapien werden von professionellen Betreuern geleitet, meist Psychologen oder Psychiatern, was unter Umständen eine bessere Lenkung der Therapie ermöglicht und gerade bei schweren Konflikten innerhalb der Gruppe entlastend wirken kann. Gruppentherapien und Selbsthilfegruppen können den Betroffenen helfen, schwierige Lebenslagen, die aufgrund von Pädophilie entstehen können, zu bewältigen.

Es werden Gesprächstherapien angeboten, in denen der Pädophile über seine sexuelle Orientierung reflektieren und einen verantwortungsvollen gesellschaftskonformen Umgang mit seiner Orientierung erlernen kann.

Weiterhin werden - in schweren Fällen und bei Zustimmung des Patienten - Testosteron-Antagonisten sowie SSRIs (Selective Serotonin Reception Inhibitors – selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer) verwendet, die den Sexualtrieb hemmen, die Impulskontrolle verbessern und somit die Gefahr von Übergriffen, teilweise auch von Intrusionen (Gedankeneinbrüchen, die vom Patienten nicht willentlich verhindert werden können) eindämmen können.

In den letzten Jahren gab es auch Versuche, das unerwünschte Verhalten mit anderen Medikamenten zu bekämpfen. Hier kann vor allem Medroxyprogesteronazetat (MPA) genannt werden, welches den Testosteronspiegel von Männern senkt. Zu den Nebenwirkungen dieses Medikamentes gehören Unfruchtbarkeit und Diabetes (Davison u. Neale 2002).

Nicht zuletzt müssen möglicherweise bestehende Folgestörungen wie zum Beispiel Depressionen und Alkoholismus behandelt werden.

Neuere Studien (Hanson 2002) zeigen auf, dass Therapien straffällig gewordener Pädophiler die Rückfallwahrscheinlichkeit um etwa 12 bis 17 Prozent zu senken vermögen. Doch bleibt die Rückfallquote vergleichsweise hoch.

Noch nicht straffällig gewordene Pädophile, die unter ihren sexuellen Phantasien leiden und therapeutische Hilfe suchen, sollten sich vom Hausarzt an eine sexuelmedizinische Fachberatungsstelle überweisen lassen.

Auswirkungen auf die Opfer sexuellen Missbrauchs

Die Auswirkungen sexueller Missbrauchserlebnisse auf die Entwicklung von Kindern sind von den Begleitumständen der Tat sowie der anderer Risikofaktoren in der Entwicklung (z. B. Vernachlässigung und körperliche Misshandlung) abhängig. Sexueller Missbrauch kann bereits im frühen Kindesalter beginnen und über Jahre weiterbestehen.

Die unmittelbaren Auswirkungen von sexuellem Missbrauch (Inzest und Pädophilie) auf ein Kind sind sehr unterschiedlich. Etwa die Hälfte der betroffenen Kinder scheinen keine negativen Auswirkungen zu haben.

Missbrauchte Kinder können Angststörungen, Depressionen, ein geringes Selbstwertgefühl sowie Verhaltensstörungen entwickeln. Psychische Auffälligkeiten in der Folge sexuellen Missbrauchs können enthemmtes triebhaftes Verhalten bei Kleinkindern mit ungewöhnlich aktivem Interesse an den eigenen Genitalien oder denen anderer Kinder, Distanzlosigkeit gegenüber Fremden, nicht altersgemäße sexuelle Aktivitäten mit Geleichaltrigen, exzessive Masturbation, spielerische Imitation und Nachvollziehen der Tat, Exhibieren und sexuell provozierendes Auftreten sein sowie ein erhötes Risiko, erneut Opfer sexuellen Missbrauchs zu werden. Diese Auffälligkeiten können bereits im Vorschulalter auftreten. Im Schulkind- und Jugendalter zeigen sich häufig zusätzlich eine Blockierung und Angst in der Sexualentwicklung, funktionelle Sexualstörungen, Promiskuität und Prostitution, sexuell aggressives Verhalten gegenüber anderen Kindern, ausgeprägte Angst, homosexuell zu sein sowie eine gestörte Geschlechtsrollenidentität.

Wenn die unmittelbare Krise vorüber ist, brauchen viele Kinder weiterhin professionelle Hilfe. Häufig entwickelt sich eine Posttraumatische Belastungsstörung. Hier hängt die Beeinträchtigung der Opfer oft von der Schwere der Tat ab. Untersuchungen haben gezeigt, dass vor allem bei Dissoziativen Identitätsstörungen, Essstörungen sowie Borderline-Persönlichkeitsstörungen in der Kindheit sexueller Missbrauch vorlag. Dies bedeutet nicht, dass Personen, bei denen diese Störungen diagnostiziert wurden, zwangsläufig sexuell missbraucht wurden. Ebenso wie es nicht bedeutet, dass jeder, der in der Kindheit sexuell missbraucht wurde, eine dieser Störungen entwickeln muss. Hier ist lediglich ein statistischer Zusammenhang zu erkennen, der besagt, dass schwere Traumata in der Kindheit, wie sexueller Missbrauch, eine dieser Störungen verursachen können [4] [5].

Kontroversen

Seelische Störung oder sexuelle Orientierung?

Um die sexualmedizinsche Einordnung der Pädophilie gibt es seit jeher heftige Kontroversen. Dies zeigt sich schon daran, dass es bis heute keinen einheitlichen Sprachgebrauch gibt – weder in der Fachwelt, noch in der Öffentlichkeit. Umgangssprachlich spricht man zumeist von einer „pädophilen Neigung“, es sind aber auch andere Benennungen in Gebrauch, die oft eine bestimmte Wertung widerspiegeln. So spricht man z.B. von einer „pädophilen Orientierung“, einer „pädophilen Veranlagung“ oder einer „pädophilen Prägung“.

Viele Pädophile setzen sich dafür ein, Pädophile als eigenständige sexuelle Orientierung (neben Hetero- und Homosexualität) anzuerkennen. Damit möchte man einerseits die vermeintliche Gleichwertigkeit mit anderen Sexualformen betonen, andererseits darauf hinweisen, dass eine pädophile Ausrichtung als fester Bestandteil der Persönlichkeit anzuerkennen ist.

Kritiker halten dem entgegen, der Begriff der sexuellen Orientierung beziehe sich ausschließlich auf das Geschlecht des bevorzugten Sexualobjekts. Demnach könne es nur Hetero-, Homo- und Bisexualität als sexuelle Orientierungen geben. Außerdem sei die Gleichsetzung mit anderen sexuellen Vorlieben abzulehnen, weil damit die besondere Problematik der Pädophilie – die extrem ungleiche Objektkonstellation – ausgeblendet und verharmlost werde.

Sowohl in der International Classification of Diseases, Injuries, and Causes of Death (ICD) als auch im einflussreichen amerikanischen Diagnostic and Statistical Manual (DSM) wird Pädophilie als psychische Störung aufgeführt. Um diese Tatsache und um die Details der DSM-Definition hat sich eine Diskussion entwickelt (vgl. Archives of Sexual Behavior, Dezember 2002):

  • Es wurde vorgeschlagen, alle Paraphilien (zu denen auch die Pädophilie zählt) aus dem Verzeichnis (DSM) zu streichen. Dafür machen sich jene stark, die den betreffenden Störungen keinen eigentlichen Krankheitswert zuweisen, sondern glauben, dass die Paraphilien nur aufgrund eines gesellschaftlichen Konflikts als psychische Störung aufgefasst würden (solche Konflikte werden (im Prinzip) zur Zeit ausdrücklich nicht als DSM-relevante Störungen angesehen).
  • Über die Frage, unter was für einer Störung Pädophile leiden könnten, gibt es keinen Konsens. Beispielsweise wird vorgeschlagen, Pädophilie als Impulskontrollstörung (ICD: F63) zu kategorisieren. Dies ist für die gegenwärtige DSM-Definition von Pädophilie möglich, nicht aber für andere (z.B. ICD). In jedem Fall wird damit das Hauptaugenmerk von der primären sexuellen Ausrichtung auf Kinder weggenommen und auf das Verhalten des Pädophilen gelenkt.
  • Andere Bestrebungen legen Wert auf die Unterscheidung zwischen sexueller Präferenz und sexuellem Verhalten. Danach bezieht sich die Bezeichnung Paraphilie allein auf die sexuellen Wünsche, nicht aber darauf, in welcher Form sie möglicherweise auslebt werden. Demnach wären Paraphilien nur dann als krankhaft anzusehen, wenn der Betroffene seine Sexualität in einer Art und Weise auslebt, dass er Andere in ihrer sexuellen Selbstbestimmung verletzt. In diesem Fall würde man nicht mehr von einer sexuellen Präferenzstörung (Paraphilie) sprechen, sondern von einer sexuellen Verhaltensstörung (Dissexualität, vgl. Ahlers/Schaefer/Baier 2005). Diese Sichtweise bemisst den Krankheitswert einer Paraphilie in erster Linie nach den Folgen, die sich aus deren Ausleben ergeben. Die Behandlungsbedürftigkeit wäre auch dann gegeben, wenn der Betroffene selbst unter seinen sexuellen Wünschen leidet, so dass er in seiner seelischen Gesundheit beeinträchtigt ist. Für die Pädophilie würde das bedeuten: Solange der Betroffene seine sexuellen Impulse unter Kontrolle halten kann (keinen sexuellen Kontakt mit Kindern sucht) und seine sexuelle Präferenz für sich selbst akzeptieren kann, liegt keine Behandlungsbedürftigkeit vor. Damit einher ginge die Unterscheidung zwischen Pädophilie (als reiner Präferenzstörung) und Pädosexualität(als sexueller Verhaltensstörung in Form real ausgelebter Sexualität mit Kindern).

Diese Diskussionen betreffen lediglich die psychologische Einordnung der Pädophilie, nicht die Bewertung von Handlungen, die aufgrund pädophiler Veranlagungen begangen werden.

Veranlagung oder Prägung?

Ungeklärt ist bis heute auch die Frage, ob eine pädophile Ausrichtung angeboren ist oder im Laufe der Adoleszenz erworben wird. Man geht heute von einem individuellen Zusammenspiel biologischer, psychologischer und psychosozialer Faktoren aus. Eine mögliche genetische Disposition soll ebenso eine Rolle spielen wie biographische Faktoren (z.B. traumatische Kindheitserfahrungen) im Zusammenspiel mit bestimmten Charakterstrukturen. Die begriffliche Zuordnung als „pädophile Veranlagung“ oder als „pädophile Prägung“ bleibt problematisch, denn in beiden Fällen wird eine Bewertung vorweggenommen, die wissenschaftlich nicht abgesichert ist.

Noch sehr neu ist ein Modell, das von Sexualtherapeuten der Berliner Charité entwickelt wurde (vgl. Ahlers/Schaefer/Baier 2005). Danach setzt sich die sexuelle Präferenz eines jeden Menschen aus drei Achsen zusammen: der Orientierung, der Ausrichtung und der Neigung.

  • Die sexuelle Orientierung bezieht sich auf das Geschlecht des bevorzugten Sexualpartners. Als sexuelle Orientierungen gibt es demnach Heterosexualität, Homosexualität und Bisexualität.
  • Die sexuelle Ausrichtung bezieht sich auf das Alter des bevorzugten Partners. Man unterscheidet die Ausrichtung auf das kindliche, jugendliche oder erwachsene Körperschema.
  • Die sexuelle Neigung gibt an, welche Art von Sexualpraktiken jemand bevorzugt. Dies können z. B. sadistische, masochistische oder exhibitionistische Praktiken sein.

Nach diesem Modell wäre die Pädophilie in die Achse der sexuellen Ausrichtung einzuordnen, denn nur diese sagt etwas über das Alter der bevorzugten Sexualpartner aus. Die Frage der Bewertung (Veranlagung oder Prägung) wird dabei bewusst offen gelassen. Die weit verbreitete Einordnung der Pädophilie als sexuelle Orientierung (also die begriffliche Gleichsetzung mit Homo- oder Heterosexualität) wäre ebenfalls hinfällig, da es sich um unterschiedliche Präferenzebenen handelt, die nicht miteinander vergleichbar sind.

Dieses Modell der dreiachsigen Päferenzaufteilung hätte den Vorteil, dass es eine klare Zuordnung der unterschiedlichsten sexuellen Vorlieben erlaubt, ohne dass es zu begrifflichen Überschneidungen kommt. Ob es sich allgemein durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.

Zur Frage der Freiwilligkeit

Auch freiwillige sexuelle Handlungen zwischen Kindern und Erwachsenen sind in den meisten Ländern strafbar. Sie werden auch aus sitten-moralischen Gründen abgelehnt. Diese Ablehnung stützt sich in der Sexualwissenschaft hauptsächlich auf drei Begründungen:

  • Kinder können zwar willentlich (fachlich simple consent), nicht aber wissentlich (fachlich informed consent) sexuellen Handlungen zustimmen. Demnach wissen Kinder nicht, wozu sie ihre Zustimmung geben.
  • Ein Modell beschreibt die Disparität der Wünsche bzw. der Ungleichzeitigkeit, nach dem Erwachsene und Kinder in einer sexuellen Beziehung unterschiedliche Wünsche haben und in ihrer sexuellen Entwicklung ungleichzeitig sind. Die sexuellen Wünsche der Erwachsenen korrelieren damit entwicklungspsychologisch nicht mit den Wünschen des Kindes.
  • Kinder würden nur den Erwachsenen zuliebe in sexuelle Handlungen mit ihnen einwilligen, da sie von ihnen abhängig sind. Außerdem können Erwachsene, die ja selber Wünsche haben, Signale des Kindes falsch interpretieren, d. h. durch ihre eigenen Wünsche in dem Verhalten der Kinder eine sexuelle Annäherung sehen, die es objektiv nicht gibt. Besonders im psychotherapeutischen Kontext ist auch eine starke Banalisierung der eigenen Handlungen zu erkennen, welche die Realität von sexuellem Missbrauch verharmlost.
  • Im Sinne der Rechtssicherheit sollen Kinder vor Fehleinschätzungen bei der Bewertung der Legalität durch den Erwachsenen geschützt werden.

Dem halten einige Autoren (u.a. Griesemer) entgegen, dass einige Kinder durchaus von sich aus sexuelle Wünsche hätten und diese teilweise auch auf Erwachsene gerichtet seien. Die Umstellung der sexuellen Wünsche finde teilweise schon im Alter von zwölf Jahren statt.

Die Abgrenzung zwischen Verstößen gegen die willentliche und gegen die wissentliche Zustimmung ist umstritten.

Vermischtes

Schmetterling der Pädophilenbewegung

Schmetterling der Pädophilenbewegung

Pädophilengruppen

Es gibt eine Reihe von Pädophilengruppen, die recht unterschiedliche Ziele verfolgen, zum Beispiel die Legalisierung sexueller Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern, die Ausgliederung der Pädophilie aus den Krankheiten oder auch Öffentlichkeitsarbeit oder Unterstützung für Pädophile in Gefängnissen betreiben. Diese Gruppen werden häufig wegen Verharmlosung von sexuellem Missbrauch und Einseitigkeit angegriffen. Sofern sie die Pädophilie nicht als Krankheit sehen, lehnen sie Therapien, die die Pädophilie selbst betreffen und nicht nur Folgen wie Ausgrenzung und Strafverfolgung, in der Regel ab. Informelle, kriminelle Gruppen benutzen manchmal auch offizielle Gruppen, um zum Beispiel Kinderpornografie auszutauschen oder Tipps zu geben, wie man sich am besten Kindern annähert und diese zur Teilnahme an sexuellen Handlungen bewegt.

Eine häufige Selbstbezeichnung ist dabei für Pädophile, die sich zu Mädchen hingezogen fühlen der verharmlosende Anglizismus Girl Lover. Dieser soll die Möglichkeit einer sexuellen Gleichstellung von minderjährigen Mädchen und Männern suggerieren.

Übergriffe von Priestern auf Minderjährige

In jüngerer Zeit betrifft ein besonderes Phänomen vor allem die katholische Kirche: die Fälle sexueller Übergriffe von Priestern auf minderjährige Jungen. Derartige Fälle sind zunächst in den USA und dann auch in Deutschland und Österreich bekannt geworden. Dabei wurde die Bezeichnung „pädophile Priester“ übernommen, ohne dass psychologische Diagnosen vorlagen. Eine Untersuchung der katholischen Kirche zeigte unter Zugrundelegung psychologischer Diagnosen (DSM-IV), dass 80 Prozent der auffällig gewordenen Priester nicht pädophil orientiert waren. Kritiker bemängelten jedoch, dass diese Untersuchungen von unabhängiger Seite nicht verifiziert wurden und warfen der Kirche Vertuschung vor.

Pädophilie und Internet

Über Pädophilie wird häufig im Zusammenhang mit dem Internet berichtet. Es steht zu vermuten, dass viele Pädophile das Internet zum Austausch von Kinderpornografie, vornehmlich über Tauschbörsen, IRCUsenet, benutzen. Besitzer von Kinderpornografie müssen nicht in jedem Fall pädophil sein; sie können sich das Material auch wegen des "Reizes des Verbotenen" verschafft haben. Oft wird in Ermittlungsverfahren zusätzlich Pornographie unterschiedlichster Art sichergestellt. Vor der Verbreitung über das Internet Ende der 1980er lag der Anteil nicht-pädophiler Konsumenten (sogenannte "Neugierkäufer" bei schätzungsweise 5-15% . und das

Über Chats im Internet kann es zur Anbahnung sexueller Kontakte zwischen Kindern und vermutlich Pädophilen kommen. Finkelhor (2000) gab an, dass 3% der Kinder und Jugendlichen im Internet danach gefragt worden seien, sich mit jemandem zu treffen, mit jemandem telefoniert hätten oder Geld- bzw. Sachgeschenke erhalten hätten. Dabei sei es jedoch nicht zu sexuellen Kontaktanbahnungen gekommen. Ein Drittel dieser Kinder und Jugendlichen habe sich dadurch sehr beunruhigt gefühlt. Ein Drittel der Kontaktpersonen sei über 18 Jahre alt gewesen. Finkelhor et al. (2004) untersuchten Fälle von verhafteten Tätern, die ihre Opfer online kennengelernt hatten. Meist seien die Opfer zwischen 13 und 15 Jahre alt gewesen, und hätten bei mehr als einer Gelegenheit sexuellen Kontakt mit dem Täter gehabt. Keines sei jünger als zwölf gewesen. Bei den Taten sei überwiegend kein Zwang angewendet worden. Die meisten Täter hätten ihre Opfer nicht über ihr Alter oder ihre sexuellen Motive getäuscht. Die Hälfte der Opfer habe angegeben, den Täter zu lieben oder ihm eng verbunden zu sein.

Seit Sommer 2003 schult das FBI einzelne Beamte darin, sich durch einschlägiges Vokabular in Chaträumen als Mädchen auszugeben und auf eine scheinbare Kontaktanbahnung zwecks Verhaftung hinzuwirken. Diese Taktik hat bereits zu mehreren Verhaftungen geführt.

Pädophile Einzelpersonen und Gruppen nutzen das Internet als Medium zur Selbstdarstellung, politisches Diskussionsforum und zur Verbreitung vorteilhaft interpretierter wissenschaftlicher Studien. Offene Foren haben dabei teils mehr als 34.000 registrierte Mitglieder. (Quelle: www.wikipedia.org)




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